Das Büro


Seit 1969 entwirft Patzschke Architekten in Berlin und international Gebäude, die über das rein Funktionale hinausgehen.

 

Wofür wir stehen

Maßstab. Ein Gebäude, das sich beim Näherkommen erschließt. Von weitem die Gliederung im Stadtbild, dann Fassadentiefe, Bossierung, Ornament, schließlich die Kassettierung einer Tür. Patzschke Architekten entwirft für alle, die eine Stadt Schritt für Schritt erleben wollen…
… und es werden mehr. Eine Stadt wird heute weniger an ihren Zwecken gemessen und mehr am Aufenthalt: daran, wie gern man durch ihre Straßen geht. Wo Hochstraßen und Magistralen Viertel zerschneiden, setzt sich Patzschke Architekten deshalb für ihren Rückbau ein. Vor allem aber braucht diese Stadt eine andere Architektur: kleinteilige Parzellierung statt monotoner Baukörper, differenzierte Erdgeschosszonen, Gebäude, die dem Straßenraum etwas zurückgeben.

Das Büro antwortet darauf mit einer Architektur, die über das rein Funktionale hinausgeht. Jeder Entwurf beginnt mit einer Freihandskizze, einer offenen Annäherung an den Ort und seine Umgebung, an Atmosphäre und Maßstab, bevor technische Festlegungen das Projekt bestimmen. Nicht die Software gibt den Entwurf vor, sondern der Ort.

Aus dieser Annäherung entsteht eine Architektur, die sich frei im gesamten architektonischen Fundus bewegt, eklektizistisch im besten Sinne. Oft wird das Büro dabei in den Epochen fündig, in denen reicher gegliedert und geschmückt wurde, denn dort liegen viele Antworten auf das, was Städte zunehmend brauchen. Entworfen werden Gebäude, die fortschreiben statt zu zitieren: Welchem Stil ein Entwurf folgt, ist nachrangig; entscheidend ist, was an einem Ort, für die Menschen, die dort leben und vorbeigehen, tatsächlich Bestand hat. Wir suchen nicht nach dem Kontrast, sondern nach dem Stimmigen.

 

Woher wir kommen

Die Geschichte des Büros beginnt vor seiner Gründung. Schon der Vater der Gründer arbeitete als Architekt, dem Bauhaus jener Jahre verbunden. 1969 gründeten seine Söhne Jürgen und Rüdiger Patzschke ihr eigenes Büro in Berlin, einer Stadt, deren Wiederaufbau von Bruch und Abstraktion bestimmt war. Sie entwickelten über die Jahre eine Architektur, die stärker auf Stadtraum, Maßstab und Einfügung setzte. Mit dem Neubau des Hotel Adlon prägte diese Architektur seit den 1990er Jahren den öffentlichen Diskurs in Berlin weit über das einzelne Gebäude hinaus.

Seit den 2000er Jahren ging das Büro schrittweise an die nächste Generation über. Heute führen es Robert Patzschke, Tatjana Patzschke, Thaddäus Patzschke, Michael Mohn und Jonas Olfe gemeinsam. Geblieben ist dabei der Anspruch, mit dem das Büro groß geworden ist. Den Kern der Arbeit bilden Wohnhäuser im gehobenen Segment: plastisch durchgearbeitete Fassaden, handgefertigte Details, eigens entworfene Leuchten. Das Spektrum reicht jedoch weiter, bis zum Wohnungsbau, bei dem mit wenig viel entstehen muss, ob vorgefertigt oder Stein auf Stein gemauert. Und gerade dort gilt eine Überzeugung, die schon Jürgen und Rüdiger wichtig war: Auch diese Häuser sollen eine eigene Adresse sein, die man gern nennt.

Über 300 realisierte Projekte allein in Berlin zeugen von einer tiefen Verankerung in der Stadt. Kein anderes Berliner Architekturbüro hat das gehobene Hotelsegment so geprägt, mit dem Adlon Kempinski, dem Hotel Telegraphenamt und dem Titanic Deluxe. Der Hotelbau ist eine Spezialisierung, die weit über Berlin hinausreicht, von Zingst bis Hyderabad und Goa.

Wer so lange an einer Stadt baut, übernimmt Verantwortung über das einzelne Grundstück hinaus. Für den Rückbau der Berliner Stadtautobahn A104 engagiert sich das Büro seit Jahren aus eigenem Antrieb mit städtebaulichen Studien.

Zugleich arbeitet das Büro seit Langem deutschlandweit und international. In Indien besteht ein eigenes Büro, in Schweden ein Partnerbüro, weitere Kooperationen bestehen in Frankreich und Spanien. Die Mehrheit der Arbeit findet dennoch in Berlin statt. Die Stadt bleibt Basis und Schwerpunkt.