Aktuelle Architektur wird zunächst an einer Frage gemessen: Ist eine gestalterische Idee da, und ist sie so durchdacht, dass sie sich auch umsetzen lässt? Ein zweiter Maßstab bleibt dabei oft im Hintergrund – die Zeitlosigkeit. Also eine Formensprache, die das Altern verträgt und im besten Fall an Charakter dazugewinnt, getragen von einer Materialität, die dasselbe leistet.
Ob eine Gestaltung diesen Maßstab erfüllt, mag sich auf dem Plan erahnen lassen, beweisen aber lässt es sich erst, wenn das Gebäude eine Zeit lang gestanden hat. Wer auf Zeitlosigkeit setzt, sät einen Samen: Er geht rasch auf, seine schönsten Früchte aber trägt er erst nach langer Zeit.
Vergangene Woche sind bei einer Tour mit dem Paddelboot Aufnahmen entstanden, von einem „Neubauprojekt“ aus dem Jahr 2003. Diese unterziehen wir hier einer Zwischenbilanz.
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